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Hochrangige Konferenz zum Thema: EU Gesundheitsprogramme - Ergebnisse und Perspektiven, Brüssel, 3. Mai 2012 PDF Drucken E-Mail

Diese Konferenz wurde gemeinsam von der EU Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucher und deren Exekutivagentur organisiert.

Zu diesem Anlass wurden Resultate und Erfolg des ersten und zweiten Gesundheitsprogramms vorgestellt. Die Konferenz bot auch Gelegenheit Meinungen auszutauschen und Konsens für das dritte Programm zu finden.

Mehr als 400 Personen nahmen an der Konferenz teil, eingeschlossen politische Entscheidungsträger, maßgebliche Akteure aus dem Gesundheitsbereich, NGO’s, Patientengruppen, Mitgliedsländer und europäische Institutionen, Nutznießer von Gesundheitsprogrammen, Wissenschaftler sowie Akademiker aus der EU und Drittländern, die an Gesundheitsprogrammen teilnehmen.

Brendan Gilligan, Präsident des Irischen Verbandes der Herz- und Lungentransplantierten und Mitglied des EHLTF Vorstandes besuchte diese Veranstaltung.

Hier sind sein Bericht und seine Anmerkungen:

An der Konferenz waren 450 Delegierte aus ganz Europa vertreten. Zu Beginn wurde etwa eine Stunde über die EU Gesundheitsprogramme und deren Erfolg berichtet. Unter den Vortragenden befand sich auch ein junges Mädchen aus Italien, welches nach ihrer Doppellungentransplantation einen guten Überblick über ihre Erfahrungen und derzeitige Situation gab.

Hervorgehoben wurde, dass die ersten beiden Programme von 2003 bis 2008 (312 Mio. Euro) und von 2009 bis 2013 (321 Mio. Euro) sowohl hinsichtlich der länderübergreifenden Förderung der Bereitstellung von Organen und der Transplantation als auch in anderen Bereichen der Medizin und des Gesundheitswesens äußerst erfolgreich verliefen. Für das dritte Programm von 2014 bis 2020 wurde ein Budget von 461 Mio. Euro vorgeschlagen.

Ich nahm am Workshop – Verbesserung der Sicherheit im Bereich Gesundheit und der Qualität von Organen, Substanzen menschlichen Ursprungs und Blut – teil. Vier Vortragende referierten vor 46 Delegierten über verschiedene interessante Themen.

Wim de Kort (Sanquin Blood Supply, The Netherlands) sprach über die Notwendigkeit, ein gutes Blutspendemanagement für eine sichere und ausreichende Versorgung mit Blut in ganz Europa zu schaffen.

Allesandro Nanni Costa (National Transplant Centre Italy) sprach über das bestehende Erfordernis der Aufrechterhaltung von Standards für die Inspektion von europäischen Einrichtungen für die Entnahme von Geweben.

Prof. Deirdre Fehily (National Transplant Centre Italy) berichtete über ihre Forschungsarbeit über Biovigilanzmeldungen für Organe, Gewebe und Zellen. Sie verwies auf die entsprechenden Gefahren bei der Verwendung von Substanzen menschlichen Ursprungs und die umfangreichen Arbeiten in Europa zur Vermeidung von Kontaminationen von Organen vor einer Transplantation. Prof. Fehily betonte die Notwendigkeit, Vertrauen in der Öffentlichkeit in erfolgreiche Organspendeprogramme zu schaffen, besonders dort, wo der Bedarf steigt und Mangel an Organen herrscht.

Aire Oosterlee (Eurotransplant international Foundation) sprach über den fortwährenden, europaweiten Organmangel, die Notwendigkeit, Bewusstsein für die Organspende in der Öffentlichkeit zu schaffen und neue Wege der Information der Öffentlichkeit über den dringenden Bedarf an Organen zu finden.

Insgesamt lohnte es sich an dieser Konferenz teilzunehmen. Die umfangreichen Forschungsarbeiten auf verschiedenen medizinischen Gebieten in Europa und deren Ergebnisse sind nicht nur für uns Transplantierte, sondern auch für zukünftige Patienten und Organempfänger von langfristigem Vorteil.